Tag 3: Von Berchtesgaden zum Carl von Stahl-Haus

Das Gästehaus Mitterweinfeld punktet bei uns nicht nur durch das Berchtesgadener Helle am gestrigen Nachmittag und den Wäscheservice über Nacht, sondern auch durch ein wunderbares Frühstück. So gestärkt machen wir uns auf den Weg in die Berchtesgadener Alpen. Letzte Besorgungen in Berchtesgaden – den Weg hinab zum Einkaufszentrum gestern hätten wir uns sparen können, denn die heutige Etappe führt direkt daran vorbei – und dann geht es entlang der Königsseer Ache sehr entspannt bis zum Königssee. Es ist eher ein Spaziergang auf viel begangenen ebenen Wegen, was uns aber in Erwartung der vor uns liegenden Bergetappen nicht wirklich stört.

Angekommen am Königssee verwerfen wir den Plan, hier Rast zu machen, angesichts der Menschenmassen recht schnell. Was für ein Gegensatz zu der Einsamkeit der nächsten Wochen.

Salzburg-Triest: Berchtesgaden zum Carl-von-Stahl-HausGanz verdammen wollen wir diesen touristischen Ort aber nicht, denn zum einen ist es schon malerisch schön hier, zum anderen erweist sich der Souvenirshop als Glücksgriff, da ich hier noch einen wunderbar leichten Fischerhut erstehen kann – todschick in beige und mit Königssee-Aufdruck. Die dunkle schwere Basecap landet im Mülleiner (wieder mindestens 50 Gramm eingespart!), und so wird modisch am Puls der Rentnerzeit das Touristenprogramm abgehakt: ein Rundgang um den Königssee, ein kurzer Stopp am Malerwinkel sowie das ein oder andere Foto der bekannten millionenfach abgelichteten Motive.

Wir lassen den Königssee hinter uns und steigen auf schmalen Forstwegen teils steil zur Königsbachalm auf. Es wird jetzt etwas ruhiger, anfangs erfreuen noch die Ausblicke auf den Königssee, später dann die vielen cartoonartigen Gedenktafeln zu Ehren von abgestürzten Wanderern, vom Blitz erschlagenen Waldarbeitern oder auch erschossenen Wilderern.

Auf der insbesondere von Bikern gut besuchten Königsbachalm merkt man die Nähe zum Königssee noch deutlich. Die Gäste werden von jungen Burschen in Tracht mit bayrischer Volkmusik unterhalten, und so genehmigen wir uns nur eine kurze Jause, bevor wir uns auf die letzten Kilometer machen, die uns auf meist breiten Schotterwegen durch die Almflächen zum Carl von Stahl-Haus führen.

Salzburg-Triest: Berchtesgaden zum Carl-von-Stahl-HausMit jedem Meter entrückt man dem Trubel im Tal nun mehr. Die Spaziergänger werden seltener und die Murmeltiere häufiger, dazu trägt auch der Umstand bei, das die Jennerbahn in diesem Jahr wegen des Umbaus stillsteht. Je höher man steigt, desto weiter schweift der Blick, über die Almwiesen hinweg bis ins Steinerne Meer und auf den markanten großen Hundstod, an dessem Fuße wir übermorgen im Ingolstädter Haus übernachten werden.

Das Carl von Stahl-Haus präsentiert sich wunderschön am Torrener Joch gelegen, jetzt sind wir erstmalig wirklich oben und genießen das obligatorische Ankommensbier bei strahlendem Sonnenschein in vollen Zügen.

Salzburg-Triest: Berchtesgaden zum Carl-von-Stahl-HausUnd dann sitzen wir einfach nur da, lassen den Blick in der beeindruckenden Bergwelt ruhen, kommen dabei selbst zur Ruhe, verlieren uns in Gedanken und tanken Kraft in der Schönheit der Natur.

Der Tag klingt mit einer fantastischen Abendstimmung aus, deren Magie weder Fotos noch Worte wiedergeben können.

Man muss hier (gewesen) sein.

Impressionen


Übernachtung

carl-von-stahl-haus

Carl-von-Stahl-Haus

Ganzjährig geöffnet!
Telefon Hütte +49/8652/6559922


Tourenprofil



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