Etappe 2: Zeppezauerhaus – Berchtesgaden

Der Tag beginnt um 6:00 Uhr morgens nach über acht Stunden erholsamen Schlafes. Draußen ist es ziemlich ungemütlich: 5 Grad, Nebel und leichter Regen.
Zeppezauerhaus - BerchtesgadenDas eher maue Frühstück, die Horde Harvard-Studenten, die gestern Abend mit der Gondel angekommen ist, und die ersten Bergläufer, die schon den Aufstieg hinter sich haben, treiben uns trotz des nasskalten Wetters recht schnell aus der Hütte. So kommen die Regenklamotten, die die nächsten 4 Wochen ein eher dunkles Dasein in der Tiefe des Rucksacks fristen werden, immerhin mal zum Einsatz.

„Gipfeltag auf dem Untersberg“ sollte das Motto des Tages eigentlich lauten, mit dem Geiereck (1806 m), dem Salzburger Hochthron (1853 m) und dem Berchtesgadener Hochthron (1972 m). Bis zur Mittagsscharte präsentieren sich die Etappe – und die ersten zwei Gipfel – allerdings ohne Aussicht im Nebel, was unsere Freude daran, endlich wieder in den Bergen unterwegs zu sein, dennoch nicht schmälern kann.

Zeppezauerhaus - BerchtesgadenKurz vor dem Salzburger Hochthron wird das Wetter dann auch langsam besser. Da es sehr windig ist, beeindrucken vor allem die Wolkenspiele und -formationen. Und auf dem Gipfel des Hochthrons zeigt sich zum ersten Mal der Watzmann in der Ferne. Groß und mächtig, schicksalsträchtig.

Der Weg heute ist einfach zu gehen, ohne Schwierigkeiten erreichen wir nach etwa 3 Sunden das Stöhrhaus. Eine kurze Jause in der Hütte zum Aufwärmen, die Sonne kommt passend zum am Abend stattfindenden Sonnenwendfest, für das die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, auch endgültig zum Vorschein, und schon sind wir wieder unterwegs.

Ein satter Abstieg von rund 1.500 Höhenmetern liegt vor uns, nicht der letzte dieser Art. Es brennt jetzt alles: die Sonne vom Himmel, die Füße vom Abstieg, und wir …. auf das Ankommensbier.

Zeppezauerhaus - BerchtesgadenZeppezauerhaus - BerchtesgadenDer Abstieg ist trotz der Anstrengung klasse und belohnt immer wieder mit Blicken auf den Watzmann. Bis zum Steinernen Meer wird er uns begleiten und immer wieder faszinieren. Vielleicht ja doch irgendwann einmal …. !!! Aber nicht auf dieser Tour und nicht heute, da wir dann doch ziemlich erschöpft vom ersten richtigen Bergwandertag in unserer heutigen Unterkunft eintreffen, oder besser gesagt davor. Denn in den letzten Strahlen der Abendsonne serviert uns die Herbergschefin des Gästehauses Mitterweinfeld, das wir uneingeschränkt empfehlen können, wunderbar gekühltes Berchtesgadener Helles vor dem Haus. Das Leben kann so einfach und so schön sein.

Obwohl die müden Beine eigentlich nicht mehr wollen, packen wir noch einige Schritte und Höhenmeter drauf. Es geht nach Berchtesgaden in den Supermarkt, um die Vorräte für die nächsten Tage im Nationalpark Berchtesgaden zu erstehen, und natürlich muss beim Italiener noch eine Portion Spaghetti aglio olio peperoncino vertilgt werden.

So neigt sich auch der zweite Tag dem Ende zu, und es sollen noch viele weitere wunderbare folgen.

Impressionen


Übernachtung

 Gästehaus MitterweinfeldGästehaus Mitterweinfeld
Familie Brandner
Weinfeldweg 6
83471 Berchtesgaden
Telefon: 0 86 52 / 6 13 74
Email: info@mitterweinfeld.de


Tourenprofil



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